Narrenzunft Calw e.V.

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Die Narrenzunft Calw e.V. wurde am 27.12.2003 gegründet. Sie besteht momentan aus Calwer Stadthexen, Stadtlöwen und der Höllabruat mit Teufel.
Aktuelle sind es derzeit aktive und passive: 50 Stadthexen  1 Stadtlöwe  4 Höllabruat  1 Teufel
Die Calwer Stadthexe soll an den einzigen Hexenprozess der Stadt Calw erinnern. Anna Hafner (1603-1683), die Mulflerin genannt wurde, lebte gemeinsam mit Ihrem 11-jährigen Stiefenkel Bartlin Säb (1672-1683) und 3 Stieftöchter in armen Verhältnissen in Calw. Sie verstand es Tränke und Salben aus Kräutern herzustellen und kam so in den Ruf der Hexerei. Bartlin stand seit Jahren unter dem Verdacht den 6-jährigen Sohn des Schulmeisters vergiftet zu haben. Ein etwas Älterer Freund von Bartlin war Veit, der Sohn eines vornehmen Bürgers aus Calw. Die Freundschaft wurde nicht gern gesehen. Aus Angst vor den harten Züchtigungen seiner Mutter, log er böse Geschichten von Hexerei und Verfluchungen zusammen. Kinder aus Calw würden zu Hexentänzen auf dem Brühl (heutige Parkanlage) verführt, er habe den Namen Jesu verfluchen müssen und sei auf den Teufel getauft worden. Die Mulflerin und Bartlin leugneten, aber unter der Qual der harten Folter gaben sie alles zu. Sie kamen beide in den "Langen" (Gefängnis) und ein Rechtsgelehrter der Universität Tübingen fällte das Urteil, dass die 80- jährige Mulflerin" dem Scharfrichter an seine Hand und Band geliefert, von demselben auf das Hochgericht geführt und ihr zur wohlverdienten Strafe mit Feuer vom Leben zum Tod gerichtet werden, sowie das Bartlin mit dem Schwert vom Leben zum Tod gerichtet und sein Körper zu Asche verbrannt werden solle". Aus der ganzen Umgebung war am 18. Dezember 1683 das Volk zusammengeströmt, um sich das seltene und hochinteressante Schauspiel, eine Hexe brennen zu sehen, nicht entgehen zu lassen. Ein mächtiges Feuer aus 40 Büscheln Reisig und 6 klaster Holz verzehrte die Leiber der Unglücklichen. Die hohen Kosten (225 Silberlinge) trug die Stadt. Die Stieftöchter und andere Calwer Frauen mussten Stadt und Amt unter Schimpf und Schande verlassen. Bei Weil der Stadt wurden sie durch Schläge und Steinwürfe so misshandelt, dass eine von ihnen starb. Infolge dieser Vorgänge herrschte in Calw eine solche Aufregung, dass Militär zur Aufrechterhaltung der Ordnung abgeschickt werden musste.
Die Gruppe soll an die vielen Geschichten aus den frühen Jahren im Kreis Calw erinnern und rund um den Landkreis. Wo Teufel, Dämonen und andere Wesen ihr Unheil trieben. Die Höllabruat besteht aus dem Teufel als Einzelfigur und aus Dämonen, die des Teufels Werk verbreiten. Die Höllabruad entstand Ende 2005 als selbständige Gruppe und schloss Ende 2006 der Narrenzunft Calw e.V. an.
Die Geschichte der Stadthexe
Die Geschichte der Höllabruad
Der Calwer Stadtlöwe bezieht sich auf das Stadtwappen der Großen Kreisstadt Calw. Das stammt von dem letzten Grafen von Calw, Gottfried, der 1260 starb und sein Erbe, weil sein einziger Sohn vor ihm starb, seinen zwei Schwiegersöhnen hinterließ. Diese verkauften das Erbe. Das Wappen blieb bei der Stadt Calw. Es zeigt ein auf drei blauen Bergspitzen im goldenen Feld stehender, blaugekrönter Löwe. Die drei Berge erinnern an die wichtigen Gründungen des Grafgeschlechtes: Löwenstein bei Heilbronn, Vaihingen an der Enz und Calw. Die blaue Krone steht für die direkte Linie des Grafengeschlechtes.
Die Geschichte des Stadtlöwen 
Die Geschichte der Narrenzunft Calw e.V.